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Instagram, Facebook & Co: Folgen für die Zähne

Wenig überraschend ist es, spätestens beim zweiten Nachdenken, dass es einen Zusammenhang von Social Media sowie ständiger Erreichbarkeit mit der Mundgesundheit gibt: Insofern ist es eher erstaunlich, dass erst eine Gruppe israelischer Wissenschaftlicher sich dieses Phänomens intensiver angenommen und eine wissenschaftliche Studie dazu erarbeitet hat. Ein zahnmedizinisches Fachjournal stellte diese Studienergebnisse vor wenigen Wochen vor. Deutlich wird dabei, wieviel Stress diese ständige Online-Aktivität produziert, und wie belastend, ja fast ängstigend es für Menschen sein kann, dass ständige Erreichbarkeit und damit auch Reaktion erwartet wird. Rund 600 Teilnehmer im Alter zwischen 16 und 35 Jahren waren an der Studie beteiligt. Eingeteilt wurden die Studienteilnehmer in drei Gruppen: Zur ersten gehörten nur Handynutzer ohne Internet/Social-Media-Kanäle. Zur zweiten zählten junge Leute, die Social-Media nur beruflich nutzten. Die dritte Gruppe nutzen das Smartphone und alle Angebote beruflich und privat gleichermaßen. Während rund 45 % der Teilnehmer aus Gruppe Drei mit den Zähnen knirschten (einige tagsüber, andere eher nachts), zeigten die Vergleichsgruppen nur rund 14 % Stress-Symptome. Auch Schmerzen im Bereich der Kiefermuskulatur kamen deutlich seltener vor. Das Studienergebnis zeigte detailreich und klar auf: Bei exzessiver Smartphone-Nutzung und zudem der Sorge, etwas zu verpassen, ist das Risiko für Zähneknischen oder –Pressen, für Schmerzen im Kopf- und Kieferbereich und auch für Schlafstörungen und Tagesmüdigkeit ganz deutlich erhöht gegenüber der altersgleichen Vergleichsgruppe.
proDente e.V./Johann Peter Kierzkowski
Bildquelle: proDente e.V./Johann Peter Kierzkowski