31. März 2010

 

Über 2500 erfolgreiche Absolventen: 
DGI Curriculum qualifiziert die implantologische Basis

Vor rund 12 Jahren gestartet, hat das DGI-Curriculum Implantologie mittlerweile weit über 2500 erfolgreiche Absolventen in nunmehr 128 abgeschlossenen Kursserien hervorgebracht. Aktuell laufen acht Kursserien parallel mit insgesamt 200 Teilnehmern. „Das macht deutlich, dass die DGI als größte implantologische Fachgesellschaft einen enormen Anteil an der Qualifizierung von Kolleginnen und Kollegen auf dem Gebiet der Implantologie leistet", sagt DGI-Fortbildungsreferent Prof. Dr. Murat Yildirim, Düren. „Auch für uns als Anbieter und Dozenten ist dies eine von Kurs zu Kurs sich ständig neu stellende Herausforderung," ergänzt DGI-Vizepräsident Dr. Gerhard Iglhaut/Memmingen, „denn wer sich ein wenig in dem Gebiet der Implantologie und in seiner Positionierung im  Fachgebiet Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde auskennt, weiß, dass sich hier kontinuierlich neue Entwicklungen ergeben, in vielerlei Hinsicht." Innovationen in der Chirurgie beeinflussen die Implantologie ebenso wie neue Erkenntnisse in der Werkstoffkunde oder allgemeinmedizinische Zusammenhänge. Dem trägt die DGI in der Weiterentwicklung ihrer Fortbildungsangebote Rechnung: „Wir können gottseidank auf ‚die Besten' im Fach als Dozenten zurückgreifen und mit diesen frühzeitig diskutieren, welche Innovationen bereits soweit abgesichert sind, dass wir sie in die Ausbildung integrieren können", so Yildirim.

Verändert hat sich seit Start dieses erfolgreichsten Implantologie-Curriculums viel: Zu Beginn besuchten vor allem erfahrene Zahnärzte das strukturierte neue Fortbildungsangebot, das zeigte sich auch an den Diskussionen mit den Dozenten auf fortgeschrittenem fachlichen Level. Mittlerweile wird das Curriculum vor allem von jungen Zahnärztinnen und Zahnärzten gebucht, für die diese Fortbildung ein essentieller Startkurs zur Vorbereitung auf die Berufsausübung darstellt. Dr. Iglhaut: „Dabei wird auch deutlich, dass keineswegs alle Curriculumsteilnehmer später auch schwerpunktmäßig implantologisch tätig werden wollen. Wir erleben es immer öfter, dass Kursteilnehmer vor allem fundierte Kenntnisse über das Fach haben wollen, um die Patienten sachgerecht aufklären und beraten zu können. Ob sie dann selbst implantieren oder überweisen, halten sich die jungen Kolleginnen und Kollegen oft noch offen."

Gestiegen ist auch der Anteil der Zahnärztinnen, die das DGI-Curriculum Implantologie absolvieren. Ihr Anteil an den Kursteilnehmern lag in den Anfangsjahren bei rund 15 Prozent. „Heute sehen wir in manchen Kursen bereits ebenso viele Zahnärztinnen wie Zahnärzte", beschreibt Dr. Iglhaut. Befürchtungen, die Kolleginnen würden sich weniger für invasive Verfahren wie die Implantologie interessieren, kann Fortbildungsreferent und Dozent Prof. Yildirim nicht bestätigen: „Wir erleben die Kolleginnen als enorm engagiert  und qualifiziert, auch in der invasiven Chirurgie. Viele bringen ihre implantologische Expertise in bestehende Praxisteams ein oder bauen ihre neue Praxis mit Kolleginnen und Kollegen auf, die sich auf andere Gebiete spezialisiert haben. Die steigende Anzahl der Zahnärztinnen ist, zumindest erlebt die DGI dies so, für die Implantologie keineswegs eine bedenkliche Entwicklung. Wir sehen auch keine zwingende Notwendigkeit gelegentlich diskutierter spezieller Kurse – die Fortbildung im Curriculum läuft auf Augenhöhe, die Kolleginnen und Kollegen stehen sich in nichts nach."

Mit der enorm hohen Anzahl an implantologisch hochqualifiziert ausgebildeten Zahnärztinnen und Zahnärzten trägt die DGI auch zu einer Qualitätssicherung im Fach bei: „Der Reiz der Implantologie liegt in modernen Möglichkeiten, Patienten nach Zahnverlust funktional so zu versorgen, dass diese sich fast wie mit natürlichen Zähnen fühlen. Umfragen belegen, dass Patienten implantologische Angebote ausdrücklich erwarten – und sei es ‚nur' eine kompetente Beratung und gegebenenfalls Überweisung an fundiert ausgebildete Zahnärzte. Iglhaut: „Was wir eher fürchten, sind unerfahrene Implantologen, die dem Reiz des Faches erliegen ohne einschätzen zu können, wo ihre eigenen Grenzen beginnen. Deshalb sind wir stolz, dass unser Curriculum so gut auch bei der nachfolgenden Generation ankommt, für die eine curriculäre Fortbildung fast schon selbstverständlich ist. Das erhöht die Chance, dass den Patientinnen und Patienten genügend erfahrene Zahnärztinnen und Zahnärzte gegenüberstehen,  die sich ausführlich mit Chancen und Grenzen in der modernen Implantologie und der notwendigen interdisziplinären Planung befasst haben."

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